LA PISCINE [1969]

Jean-Paul (Alaind Delon) und Henry (Maurice Ronet) verbindet eine lange Freundschaft, die jedoch immer von Machtkämpfen und Konkurrenzdenken geprägt war. Während Henry scheinbar mit mehr Talent, Geld und Freunden (und Selbstbewusstsein) gesegnet zu sein scheint, versinkt Jean-Paul zeitweise in Selbstmitleid und Alkoholsucht. Henrys Ex-Geliebte Marianne (Romy Schneider) verliebte sich irgendwann in Jean-Paul und beide verbringen zwei Jahre später ihren Urlaub im Haus eines Freundes in St.Tropez, wo DER SWIMMINGPOOL beginnt.
Völlig unbeschwert genießen sie das schöne Wetter, plantschen im Pool und machen Liebe – bis plötzlich Henry mit seiner 18-jährigen Tochter (Jane Birkin) auftaucht. Dieser will mal wieder beweisen, was für ein toller Hengst und wie überlegen er Jean-Paul ist und prahlt mit seinem Auto, seinen Chansons-Erfolgen, seinen vielen Freunden und seiner wunderschönen Tochter. Damit nicht genug, findet er immer wieder Gelegenheit, seine alte Liason mit Marianne zu erwähnen und treibt Jean-Paul damit langsam in den Wahnsinn und sich somit in den Tod (oops, Spoiler).
Die Story treibt nur langsam voran, auch wenn der Film psychologisch ganz gut gestrickt ist. Dennoch wirkt der Konflikt zwischen den von Komplexen behafteten Männern ein wenig lächerlich und noch lächerlicher ist es, dass die zwei Frauenfiguren im Film als bloße Objekte ihres Erfolges dienen. Romy Schneider und Jane Birkin sind wohl die schönsten Frauen der Welt und dürfen für den Film den Großteil ihrer Kleidung weglassen (ist ja schließlich heiß da drüben im Sommer). Doch wenn Romy nicht so viel Persönlichkeit in ihre Rolle einbringen und nicht diese wunder-, wunder-, wunderschöne gewisse Reife ausstrahlen würde, wären die beiden Frauen tatsächlich nichts als Objekte in dieser dargestellten Männerwelt. Denn Jane Birkin, selbst wenn sie bloß ein 18-jähriges Naivchen spielt, hatte etwas Pech mit ihrer Rolle. Sie wirkt zwar wie das Auge des Zuschauers, der alle Emotionen und Reaktionen der Charaktere scharf beobachtet, aber wenn sie nicht so verdammt gut aussehen würde, würde sie eigentlich nur nerven… Whatever.
Weil der Film in St.Tropez spielt und Alain Delon und Jane Birkin mich sofort an den Kurzfilm REMEMBER NOW von Karl Lagerfeld und die dazugehörige Cruise-Kollektion von Chanel erinnerten, sah ich ihn mir gestern Abend nach dem tollen Wetter nochmal an und dachte mir, dass ich Euch unbedingt die süßen Outfits zeigen muss. Kostümbildner war übrigens André Courrèges, aber der hat irgendwie erst zehn Jahre später wieder beim Film gearbeitet und das war’s dann auch schon. Also, los geht’s:
MARIANNE (ROMY SCHNEIDER)

Romy glänzt erstmal mit ihrem nackten Körper, wie Gott ihn geschaffen hat. Wer investiert da noch in Filmkostüme!

Romys Bademode. Die Bilder in schwarz-weiß wurden hinter den Kulissen gemacht, links ist Jane Birkin abgebildet.
Wer es noch nicht wusste: 1958 bis 1964 war Romy mit Alain Delon zusammen und sie bildeten wohl eines der schönsten Paare, die meine Mutti je gesehen hat (jawohl)! Zwei Jahre nach der schweren Trennung heiratete Romy den Theaterregisseur Harry Meyen und bekam mit ihm ihren Sohn David. Mit Alain verband sie immernoch eine tiefe Freundschaft und 1968 drehten sie diesen gemeinsamen Film, in dem sie ein leidenschaftliches Paar spielen – und ich kann die Funken immernoch spüren!


Im Film blitzen viele Schlüpper hervor…
Zum Glück scheint dieses Hemd von Romy (also zumindest für Frauen) zu sein, denn ich hab erst neulich festgestellt, wie angekotzt ich vom Klischee „Frau-zieht-am-Morgen-das-Hemd-ihres-Lovers-an“ bin – in Filmen. Und sie sehen immer gleich aus. Also meine Alternative wäre ein abgeranztes Band-Shirt oder wenigstens sein Unterhemd, aber… das gehört ja jetzt nicht hier hin.

Romy entzückt auch mit viel rückenfrei.

Tolle Farbe!

Romy als Göttin.

1.Hemd-in-der-Hose-Look – trägt sie zur gleichen Zeit wie Jean-Paul (siehe weiter unten).

2. Hemd-in-der-Hose-Look, nur halt mit ’nem Shirt. Und der Kragen ist unten. Ist schließlich ne ernste Situation im Film. Warum das Shirt auf dem einen Bild plötzlich rosa ist, weiß ich nicht. Da hat wohl ein Dummdödel falsch nachkoloriert.

Sehr Lacoste. Komischerweise das Outfit für die Beerdigung von Henry.Das schwarze Kopftuch soll wohl reichen und dient nachher sogar ganz geschickt als Halstuch.

Das glitzernde Prachtkleid links hat nur einen kurzen Auftritt, die Farben stehen Romy aber hervorragend. Das weiße Minikleid rechts ist schlicht aber sehr schick. Rechts wieder ein Bild von Dreharbeiten und der Friseurin, die Romy den Haaransatz anföhnt, damit er auch schön absteht.

PÉNÉLOPE (JANE BIRKIN)

Janes Outfits nehme ich genau so wie es ist! Traum! Traum! Traum!

Wieder im Picknickdecken-Muster. Ist das ein Kleid oder ein Strand-/Pool-Oberteil? Sie hüpft ja schon recht provozierend in dieser Szene rum, aber der Slip ist ist auch so schon omnipräsent. Geil.

Ich will diesen Badeanzug! Zumindest ein besseres Bild davon! Aber nein, verdammt, er blitzt nur kurz ins Bild. Sowas hasse ich!

Tarzans Janes Bikini ist aber auch nicht schlecht.

Links trägt sie die Jacke von Jean-Paul und rechts ein süßes Häkelkleid.

Ich wunderte mich ja schon über Romys Beerdigungsoutfit, aber Janes Rolle trägt auch nicht gerade das Kleine Schwarze sondern eher ein schwarzes Nichts. Trägt man sowas auf Beerdigungen in St.Tropez? In China trägt man schließlich auch Weiß als Zeichen der Trauer. Ist ja auch latz, das Kleid ist süß und Jane sexy.

Neben dem Mini-Mini ist das hier auch DAS Outfit, das ich im Kopf habe, wenn ich an Jane Birkin denke: Hohe Bootcut-Jeans, ein weißes, eingestecktes T-Shirt, ein kleines Kettchen und flache Schuhe. Und ihre bezaubernde Ponyfrisur natürlich.

Ein bisschen Country-Look. Ist das eine Cordhose?

Der süßeste Busen der Welt.

JEAN-PAUL (ALAIN DELON)
Alain war halt auch ein Schönling. Ein bisschen James Dean, ein bisschen Latino-Cowboy (? haha) und etwas Segler-Look – das wären in etwa diese drei Outfits. In dem tollen Grobstrickpulli rechts killt er übrigens Henry. Wenn man schon mordet, soll man ja auch gut dabei aussehen.

UND… DIE SONNENBRILLEN
Ich dachte, Alain trägt im Filme mehrere verschiedene, hat sich aber rausgestellt, dass er zwischen diesen beiden abwechselt. Und zur Janes Brille muss ich doch echt nichts sagen! Mmmh…

P.S.: Wenn Ihr plant, Euch den Film zu besorgen, dann aber auf Blu-ray! Ich habe zwei Filmstills im Internet gefunden, die offenbar aus der Blu-ray Version sind und meine von meiner DVD sehen dagegen echt bemitleidenswert aus. Da braucht man kein geübtes Auge für! Und der Film lebt doch von seiner Optik!

Ein Kommentar

  1. Pingback: ROMY SCHNEIDER SO KESS WIE NOCH NIE! « proletkult

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