DREAMGIRLS [2006] I

When I first saw you, I said oh my, that’s my dream… that’s my dream?

Tatsächlich werden die Kostüme der DREAMGIRLS ihrem Titel gerecht. Kostümbildnerin Sharen Davis orientierte sich bei ihrer Arbeit scheinbar weniger an der Musical-Vorlage als bei der tatsächlichen Vorbildern des Stücks: Den Supremes.
Die ganze Geschichte basiert auf das Gesangstrio der 1960er und 70er, die als The Supremes bekannt wurden und sich später Diana Ross & The Supremes nannten. Im Musical bzw. im Film lautet das Pendant: The Dreamettes, später dann Deena Jones & The Dreams.
Die Sängerinnen wollen mehr als nur Background machen und schaffen es Dank ihrem ehrgeizigen Manager mehrere Hits zu landen. Doch seine Interessen liegen in der kommerziellen Vermarktung, dem Geld und so befördert er Deena Jones (Beyoncé Knowles) zur Leadsängerin, die er ganz nebenbei auch noch rattenscharf findet, sucht ständig nach einem neuen Sound und verabschiedet sich leichten Herzens von alten Freunden, die ihren Dienst scheinbar getan haben. So wird Effi White (Jennifer Hudson), ursprüngliche Leadsängerin, nach ihren launenhaften Ausbrüchen einfach durch eine neue Sängerin ersetzt. Nach vielen weiteren Intrigen entschließen sich die Dreams jedoch ihre Gruppe aufzulösen. Oh und natürlich gibt es ein Happy End.
Die Story scheint mit der realen Bandbiografie fast identisch zu sein, außer dass Florence Ballard, Vorbild für Jennifer Hudsons Rolle Effi White, ihr geplantes Comeback nicht mehr schaffen konnte, da sie mit nur 32 Jahren starb. Aber hüte dich, ein Musical dramatisch enden zu lassen!
Als solches ist dafür der Soundtrack wundervoll und natürlich… die glamourösen Kostüme – also zurück zur eigentlichen Sache:
Primär sind die synchronen Bandoutfits zu nennen. Das Trio beginnt seine Karriere bei einem Talentwettbewerb, wo sie auch auf ihre Konkurrentinnen treffen, denen sie mit ihrem Look offenbar nacheifern. Brave Kleidchen und furchtbare Perrücken, für mehr reicht das Budget nicht aus. Um die Konkurrenz nicht ganz so offensichtlich zu kopieren, schlägt Denna Jones vor, die Perrücken umzudrehen. Super Idee:
Wenn Ihr den Film in nächster Zeit gucken solltet, müsst Ihr unbedingt ein Auge auf Beyoncés Tanz halten! Sie muss der Inbegriff von Professionalität sein und während ihre Mitspielerinnen etwas unbeholfen wirken, bewegt sich Be als wäre ihr Körper aus reinem Gummi!
The Dreams dürfen mit James Early himself (Eddie Murphy) auf Tournee, da werden auch die Kostüme extravaganter.

Schließlich treten sie alleine auf und werden mit ihren Hits erfolgreich.

Ich glaube, dass ist mein Lieblingsoutfit des Films. Mehr Sechziger geht wohl nicht! Und man, Beyoncé steht doch echt alles!


Schönes Gewand. Wir befinden uns nun deutlich in den Siebzigern.

DISCO
Abseits der Band gibt es dann folgende Glanzstücke:


Beyoncé anfangs noch kindlich und brav, später dann als „moderne“ Braut.

Wer es noch nicht weiß, für diese Rolle nahm Beyoncé knallharte 10kg ab, einerseits um dem Vorbild Diana Ross näher zu kommen, andererseits um den Kontrast zwischen ihrer Rolle Deena Jones und Effi White zu verstärken. Und wie Diana Ross durfte sie in zahlreichen Perrücken schlüpfen, die, verdammt nochmal, alle an ihr grandios aussehen!


Fotoshooting auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Das erste mit den Pfauen-Wimpern erinnert mich sehr an Veruschka von Lehndorff…

Deena Jones als schwarze Cleopatra. Ihr Haarschnitt ist die Wucht! Die echte Diana Ross debütierte übrigens auch in einer Biografie: 1972 spielte sie Billie Holiday in LADY SINGS THE BLUES.



Eddie Murphy in kitschigen Anzügen und mit meterhoher Stehfrisur. I like!

Jamie Foxx als Musikproduzent (nebenbei Autoverkäufer) und mit schicker Wasserwelle.

Danny Glover – sowieso der Beste!
Es folgt ein kleiner Post über Vorlage und Umsetzung der Kostüme. In Bildern. Und Technicolor.

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