ALEXA CHUNG’S LOST MOVIE

Man, bin ich gut! Dank meine ausgetüftelten Skills habe ich hier ganz exlusiv für Euch Alexa Chungs verschollene Filme entdeckt. Ihr lest richtig, keine Privatschnappschüsse, Musikvideos oder TV-Shows – Filme. Dabei spielt sie in dem Vierteiler SCARLETT die bescheidene Miss Anne Hampton, spätere Mrs.Butler, denn das Miststück krallt sich in der TV-Fortsetzung von GONE WITH THE WIND unseren geliebten Rhett Butler.

Nein, natürlich ist es nicht Alexa Chung, die 1994 beim Erscheinen der vier Episoden gerade mal elf Jahre zählte. Annabeth Gish spielt die Rolle der Anne Hamtpon und sieht der Chung eigentlich auch gar nicht wirklich ähnlich. Ich pflege aber mir SCARLETT hin und wieder nebenbei laufen zu lassen und aufgrund der Augen (wenn auch bei Gish braun statt grün), der süßen, platten Nase und der kurzen Stirn muss ich bei ihren kurzen Auftritten immer an Alexa denken. Daher hab ich das mal für Euch abgeknipst, vielleicht seht Ihr da ja auch Parallelen oder habt beim Schauen des Films zuuuufällig das Selbe gedacht.



Stills © Scarlett II & III
tfs
Was den Film selbst angeht… Ich muss VOM WINDE VERWEHT schon im Bauch meiner Mutter gesehen haben und sie hat den Roman wohl auch mehrere Male gelesen. Ich bekenne mich der Stereotypie an und gestehe, dass es einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist und ich immernoch genau so viele Tränen vergieße, wie beim ersten Mal. Das jemand so grausam sein kann und solch ein herzzerreissendes Ende erfindet und es auch noch dabei belassen kann, hat mich tief erschüttert.
Eine Fortsetzung in meiner Fantasie hat mir natürlich nicht gereicht, ich wollte Gewissheit haben, was aus den beiden erfundenen Charakteren geworden ist. Im Laufe der Zeit habe ich mir so viel Hintergrundwissen über den Roman und den Film angeeignet, habe mir Biografien und Briefe der Autorin Margaret Mitchell besorgt und mir die Pseudofortsetzungen durchgelesen: 1991 erschien also die Vorlage zur obigen Verfilmung SCARLETT von Alexandra Ripley, 55 Jahre nach dem Erscheinen des Originalromans. Und 2007 passend dazu RHETT von Daniel McCaig, in dem gerade die Vor- und Nachgeschichte aus der Sicht von Rhett Butler erzählt wird.
Beide strotzen natürlich nur so vor Kitsch und dennoch habe ich sie gerne gelesen, einfach als Beruhigung. Die Verfilmung von SCARLETT habe ich auf DVD und kann, wenn ich vernünfitg bleibe, tausend Dinge aufzählen, die einfach peinlich und ungeeignet sind, wie die viel älter wirkende „neue“ Scarlett, der fehlende Charme und Witz, die schlechte Story sowieso… Aber in diesem Falle lasse ich die Vernunft gerne vor die Tür und immerhin finde ich Timothy Dalton als Rhet sehr charismatisch, wenn auch keiner an Clark Gable rankommen kann. Nie. Es ist ein leichter Film der uns Fans die Befriedigung gibt, die uns vom Original verwehrt blieb: ein Happy End. Und es ist einer dieser Filme, die wegen ihrer Einfachheit und Atmosphäre nebenbei laufen können, wie Hörspiel-Kassetten zum Einschlafen zum Beispiel (da bin ich doch nicht die Einzige?). Für Kritiker sind Fortsetzungen eh ein gefundenes Fressen. Die New York Times warf SCARLETT „kulturellen Kanibalismus“ vor und auch vor RHETT wird nicht Halt gemacht.
Ich bin ja auch ganz große Anhängerin des Soundtracks des Originals von Max Steiner. Unvergesslich ist TARA’S THEME! Aber die unbeschwerten Melodien aus SCARLETT von John Morris sind auch entzückend, auch wenn ich mich frage, was plötzlich LOVE HURTS von Bryan Adams in einem Historienfilm zu suchen hat. Ich sag ja, Kitsch.
Trotz allem, ich verschließe Augen und Ohren gegenüber jeglicher Kritik an den Film und empfehle ihn stolz weiter.

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