ATONEMENT [2007]

Anfang 2008 wählte die amerikanische InStyle das grüne Satin-Kleid, das Keira Knightley als Cecilia im Film ATONEMENT [ABBITTE] trägt, zum schönsten Kostüm der Filmgeschichte und platzierte es noch vor Audrey Hepburns Schwarzem aus BREAKFAST AT TIFFANY’S oder Vivien Leighs Scarlett-Kleider von GONE WITH THE WIND. Nun…

ABBITTE enthält nicht sehr viele Kostüme (die erste Hälfte des Films spielt an einem einzigen Tag und in der zweiten Hälfte sieht man hauptsächlich Soldaten und Krankenschwestern), aber sie sind wundervoll poetisch und unterstützen damit nur die intensiven Filmbilder.
Das grüne Kleid ist wahrlich schön und unikat, ich glaube aber nicht, dass es sich so sehr ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat, wie Marilyn Monroes weißes Kleid in THE SEVEN YEAR ITCH oder Kate Winslets Titanic-Roben. In der Frankfurter Rundschau schrieb Daniel Kothenschulte, der Film würde „schnell vergessen werden“ und obwohl ich den Film optisch für überaus gelungen halte und er mir innerlich das Herz zerbricht, kann ich ihn trotzdem nur unter den üblichen Historien-Romantiken einordnen (großer Einfluss hatte vielleicht auch der Werbesatz auf dem Filmplakat: „Von Joe Wright. Regisseur des Films ‚Stolz und Vorurteil'“ weswegen ich den Film auch lange Zeit für eine Jane-Austen-Verfilmung hielt…).
Lange Rede kurzer Sinn: Jacqueline Durran hat tolle Arbeit mit viel Liebe zum Detail geleistet und erhielt dafür 2008 eine Oscar-Nominierung (der aber an ELIZABETH: THE GOLDEN AGE ging). Die unbeschwert luftigen Kostüme am Anfang des Films stehen im deutlichen Kontrast zu den robusten, „schäbigeren“ Kostümen der Kriegszeit und Keiras grünes Kleid unterstreicht perfekt ihre Leidenschaft UND ihren Bildungsstand (sagt DeNiro in MEET THE PARENTS nicht „Genies bevorzugen Grün“?). Wunderschön, ja. Aber legendär? Was sagt Ihr denn dazu?
Hier gibt es auf Englisch nochmal eine umfassende Meinung darüber.

Wundervolle Blumentapeten im ganzen Haus… Die Zwillinge wirken aber irgendwie skurril.


Diese Perspektive der jungen Schwester Briony gefällt mir, denn die vielen Missverständnisse in der Geschichte entstehen dadurch, dass sie nur kurze Blicke auf die Geschehnisse erhascht und dadurch vieles nicht oder falsch versteht.

Wunderschöner Mustermix.



Der Badeanzug ist ein Traum. Und ich halte wirklich viel von solchen Kappen…

Lola [JUNO TEMPLE]: „Mir gefallen Ihre Schuhe.“
Quincey: „Duckers – aus der Turl Street. Die machen so ein Holzding, von deinem Fuß. Und bewahren es für immer.“


Quincey: „Äußerst schicke Hose.“



Kurze Einstellung die wie aus einer Chanel-Werbung wirkt…

Et voilà – la robe verte!
Die schwarz-weiße Zeichnung ist wohl nachträglich privat entstanden (siehe hier), die Zeichnung links hab ich bei meinen Bildern gefunden, weiß aber nicht, woher sie stammt und ob es ein Original-Sketch ist.


Das Grün des Kleides passt einfach perfekt zu der Bibliothek.


Interessanter Nagellack der Mutter rechts: Der Halbmond des Nagels ist nicht mitlackiert.


Viele verschiedene Krankenschwester-Aufmachungen gibt es ab hier.



Schicker Hut.

Einer der vielen tollen Filmaufnahmen.



Klippen und starke Wellen, ziemlich Caspar-David-Friedrich-mäßig.


Auch heftiger Kontrast: Der Soldat im Blumenfeld.



Tolles Cape!

Und kleine Aufmerksamkeit für die Krankenschwester-Kappe!
Fiktives Ende.

Ein Kommentar

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