SOMETHING’S GOT TO GIVE [1962]

Ich denke ja, jedes kleine Mädchen sollte mit dem Marilyn-Monroe-Mythos aufwachsen. Wie auch jeder Junge früh von Humphrey Bogart oder James Dean lernen sollte. Aber das ist ja nur meine Vorstellung von einer Erziehung.
Für mich bedeutete die Beschäftigung mit Marilyn mehr als nur eine Schwärmerei. Es ist ein bisschen so wie in einer Beziehung, wenn die Interessen des Partners so ganz wo anders liegen, als die eigenen. Aber weil man seinen Partner liebt und verstehen will, eignet man sich das Wissen über seine Welt an, was praktischerweise zur Erweiterung des eigenen Horizonts führt, selbst wenn die Beziehung irgendwann scheitern sollte.
So kam ich sehr früh mit einigen Namen, Begriffen oder psychologischen Phänomenen in Berührung, die ich sonst wohl erst viel später kennengelernt hätte, wenn überhaupt. Ich kaufte und lieh mir alle Biografien aus, die ich von ihr kriegen konnte und erfuhr so einiges von der amerikanischen Geschichte: Das Leben der GIs, die Geschichte des Pin-Ups, die Kennedys oder die McCarthy-Ära, amerikanische Baseballgeschichte, „Ich war jung und brauchte das Geld“, Arthur Miller, Jean Harlow, Wasserstoffperoxid, Dom Pérignon und Chanel Nº 5. Und am meisten erfuhr ich etwas über die Geschichte und das System Hollywoods.Einige Jahre später bekam ich zum Geburtstag die Diamond Collection, die den Dokumentarfilm MARILYN MONROE: THE FINAL DAYS enthielt, der wiederum die ersten 37 Minuten des letzten, unvollendeten Films von Marilyn zeigte, von dem ich bisher nur lesen durfte. Ein magischer Moment für mich, in dem meine Lieblingsikone mir schöner denn je schien. Umso bitterer dann, als die Bilder plötzlich in Zeitlupe laufen und der Film mit einem „Cut“ des Regissuers endet, gerade wo er am spannendsten wird. Nach langen Produktionsproblemen und dem plötzlichen Tod von Marilyn, konnte der Film nie vollendet werden. 

Für diese Szene am Pool gab es ursprünglich einen hautfarbenen Badeanzug, doch Marilyn lehnte diesen ab und drehte als erster Hollywood-Star die Szene nackt.


Ende.
Und hier ein wenig „Hinter den Kulissen“:


Ein neuer Look für Marilyn.


SW Fotos via everlasting-star & davelandweb

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