BEING JOHN MALKOVICH [1999]

Ich muss etwa elf Jahre alt gewesen sein, als damals auf ProSieben DER MANN MIT DER EISERNEN MASKE lief. Das war kurz nach meiner intensiven Verehrung für Leonardo DiCaprio, der mir inzwischen nicht mehr für meine Kleinmädchenträume gefiel, weil er offensichtlich in zu vielen Mädchenträumen mitspielte. Ich musste mir also einen neuen Schwarm aussuchen und da kam halt eins nach dem anderen.

Malkovich spielte im Film den Athos der Musketiere und seine langen Haare, seine traurigen kleinen Augen, dieses Außenseitertum, das muss mir damals stark gefallen haben, denn es folgte eine lange Stalkerphase meinerseits. Mein großer Bruder machte mich zum ersten Mal mit Google bekannt und ich fand schnell heraus, wie ich die wichtigsten Informationen über meinen neuen Schatz rausfinden konnte. Kommentare von meiner Mutter, wie zum Beispiel, dass er schon ein alter, alter Mann wäre (er 48, ich 12), machten mich nur noch entschlossener, ihn öffentlich anzuhimmeln. Schnell bekam ich die wichtigsten Filme von ihm aus der Bücherei, unvergesslich in CON AIR als brillanter Psychopath oder in GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN. Ja und als ich irgendwann BEING JOHN MALKOVICH in den Händen hielt…!

Der Film war für mich mehr als nur eine Malkovich-Dosis, er war ein Traumobjekt an sich, der mir eine völlig neue Filmerfahrung bescherte und den ich seither zu meinen (vielen) Lieblingsfilmen zähle. So skurril, grotesk und widersprüchlich, aber dann so erfrischend und so liebenswert! Er blieb mir lange ein Rätsel und ist es auch heute noch, auch wenn ich inzwischen etwas mehr mit philosophischen Themen wie Identität oder Unsterblichkeit anfangen kann.
Aber man darf es einfach nicht zu ernst nehmen, dieses Werk von Spike Jonze. Und was John Malkovich angeht, er ist ja inzwischen zur Kultfigur avanciert! Und Google beherrscht den Markt.



Wieso sprechen mich immer solche Loser-Erkenntnisse in Filmen an?




Wieso landet man nach dem Malkovich-Trip auf einer Schnellstraße?

Catherine Keeners Rolle ist so herrlich böse!



Malkovich-Museum

Was passiert, wenn ein Mensch seine eigene Pforte betritt?




Malkovich? Malkovich, Malkovich.


Der zweite Film im Film mit einem herrlichen Auftritt von Sean Penn.


Beim Anblick vom kahlköpfigen Charlie Sheen konnte ich echt nicht mehr!

P.S.: Der Film ADAPTION, der ebenfalls von Charlie Kaufman geschrieben wurde, handelt telweise auch von den Dreharbeiten zu BEING JOHN MALKOVICH, inklusive neuinszenierten Making-of-Aufnahmen.

2 Kommentare

  1. unglaublich das ich noch nie von diesem film gehrt habe ich fühle mich grauenhaft es scheint als wäre er perfekt für mich also dankeschön würde ich mal sagenund hinzufügen muss ich noch das ich deinen blog eben erst entdeckt habe und darüber sehr erfreut binein blog wie deiner fehlt definitiv in meinem reader dnen wir haben sehr wahrscheinlich den selben filmgeschmack ich wünsche dir einen schönen abend

  2. Pingback: MA-MA-MA-MA-MAXINE! « proletkult

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